Auswertung Ornithologisches Monitoring 2025
2025 wurden erneut die Brutvögel im Naturpark monitiert und die Ergebnisse in die entsprechenden Datenbanken ( Multibase und NaturaList) eingepflegt. Ein Schwerpunkt lag in diesem Monitoringjahr auf so genannten „windkraftsensiblen“ Arten.
Große Unterstützung erhielt der Naturpark auch 2025 durch die ehrenamtlich aktiven Beobachter und Beobachterinnen: F. Bollmann, O. Pahlke, R. Rusnack, G. Thiede, R. Gihr, R. Weber, P. Lange, D. Fischer, F. Nessler, W. Strehlow, N. Leichnitz, K. Rhode, B. Hoyer, R. Käther, A. Meussling, E. Dulitz, C. Weber, I. Schönfeld, Aa. Hofmann, F. Vökler, H.D. Schnick, B. Straibl, G. Niemann, Dr. W. Scheller
Ohne diese ehrenamtliche Unterstützung wäre die Umweltbeobachtung in der dargestellten Tiefe nicht möglich. Weitere Unterstützung erhielten wir durch das Team der Brandenburger Naturwacht im benachbarten Naturpark Uckermärkische Seenlandschaft. Die gemeinsame Zusammenarbeit trägt insbesondere zur Klärung der grenzübergreifenden Vorkommen von Seeadler und Fischadler sowie weiteren Arten (Kranich und Gänsezug) bei. Diese gegenseitige Unterstützung und der Informationsaustausch sind enorm wichtig.
Der Naturpark Feldberger Seenlandschaft dankt allen Beteiligten herzlich.
Die Naturwachtmitarbeiter M. Buhrtz, S. Krage, I. Leistikow und A. Griesau (Verfasser) erfassten und dokumentierten einen weiteren Großteil der ornithologischen Beobachtungen. Verstärkt wurde das Team durch den FÖJler (Freiwillig Ökologisches Jahr) T. Kirsch. Er ermöglichte es durch Einsätze einer Drohne, die Kontrollen von einigen Arten genauer zu gestalten.
In diesem Jahr wurde die Wasservogelzählung am Rödliner See durch die Naturparkwacht übernommen, nachdem der bis dahin ehrenamtlich im Naturschutz tätige W. Mösch bedauerlicherweise viel zu früh verstorben war. Die Wasservogelzählung wurde ab Februar in den Wintermonaten durchgeführt; die Ergebnisse wurden in die Artenbeobachtungsdatenbank NaturaList eingepflegt.
Großvogelmonitoring
Seeadler (Haliaetus albicilla)
Die elf betreuten Seeadlerbrutpaare konnten in der vergangenen Saison nur sechs Jungvögel zum Ausfliegen bringen. Damit liegt die Reproduktionsrate, wie schon in der letzten Saison, unter der notwendigen von 0,6 Jungvögel pro Brutpaar. Der lineare Trend im Naturpark ist leicht sinkend, bei gleichzeitig positiver Gesamtentwicklung in M/V. Der Rückgang der Reproduktionsrate im Naturpark scheint durch die relativ hohe Revierdichte bedingt zu sein. Ende Februar beginnen die ersten Seeadler im Bereich des Naturparkes mit der Brut. Damit werden bereits im Winter die ersten Reviere besetzt und intensives Balzgeschehen kann beobachtet werden. Gleichzeitig erfolgt eine Kontrolle der Einhaltung der Horstschutzzonen in den Brutrevieren.
Schreiadler (Clanga pomarina)
Beim Schreiadler gibt es 2025 Positives zu berichten. Es konnte ein neues Vorkommen gefunden werden. Dieses Paar im nördlichen Teil des Naturparkes begann zu brüten, konnte aber leider keinen Jungvogel zum Ausfliegen bringen. Insgesamt haben sechs Schreiadlerbrutpaare drei Jungvögel großziehen können. Die erreichte Reproduktionsrate (0,5 Juv/BP) liegt noch immer unter der notwendigen von 0,7 Jungvögeln pro Brutpaar.
Für das Nationale Artenhilfsprogramm Schreiadler (nAHP-Schreiadler) erstellt die Naturparktwacht in der Wintersaison detaillierte Revierbeschreibungen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtierstiftung (DeWiSt).
Fischadler (Pandion haliaetus)
Es konnten vier Revier-/bzw. Brutpaare nachgewiesen werden, die nach unserem Kenntnisstand nur drei Jungvögel aufzogen. Die Reproduktionsrate liegt damit bei 0,75 Jungvögeln pro Brutpaar.