


Feldberg von 1900 bis heute
Auf Betreiben der Uckermärkischen Granitwerke, die den Feldberger eiszeitlichen Steinreichtum ausbeuten wollten, wurde im Jahr 1910 ein Anschlussgleis von der Bahnverbindung Neustrelitz–Woldegk (Betreiber war die Friedrich-Wilhelm-Bahn) ab Thurow verlegt. Am 21.Dezember kam der erste fahrplanmäßige Zug vor dem staatlichen Feldberger Bahnhofsgebäude an. Das 1911 gebaute Schotterwerk wurde rasch der größte Arbeitgeber der Stadt. Es beschäftigte bis zu 300 Arbeiter und Angestellte. Das Werk arbeitete bis 1945. 1956 nahm das Werk für kurze Zeit den Betrieb wieder auf, bevor es endgültig stillgelegt wurde.
Neben dem Schotterwerk kam es in Feldberg zur Gründung zahlreicher Handwerksbetriebe, welche in der DDR oft als Genossenschaften weitergeführt wurden. In diesem Zeitraum wurden auch betriebliche Weiterbildungseinrichtungen in Feldberg etabliert, so dass eine vielfältige Arbeitsplatzstruktur vorhanden war. Zu Beginn der 90 er Jahre kam es zur Schließung zahlreicher Betriebe und lediglich der Tourismus hat weiterhin wirtschaftliche Bedeutung.
Bis ins 19. Jahrhundert war der Amtswerder das Zentrum von Feldberg. Neben der Schule und dem »Drostenhaus« (Sitz des Amtes) fanden hier auch regelmäßig Markttage statt. Heute wird der Amtswerder insbesondere für sportliche Zwecke (Wasserski) und als Festplatz für Großveranstaltungen (Luzinfest) genutzt. Jahrzehnte lang war hier auch die Feldberger Badeanstalt zu finden.



Das Waldmuseum »Lütt Holthus« in Lüttenhagen beherbergt eine Ausstellung zum Anfassen und zum Erleben. Der Besucher hat die Möglichkeit, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und dabei Interessantes, Wissenswertes und auch Neues über den Wald, seine Flora und Fauna und die Zusammenhänge des Ökosystems herauszufinden.
Im alten Spritzenhaus (um 1850) wurde von der Kulturbundgruppe Feldberg unter der gestalterischen Leitung von R. Barby ein kleines Heimatmuseum eingerichtet. Seit 1974 steht der Ortschronist Albert Pfitzner als Leiter der Ausstellung vor. Bei ihm erfahren Sie auch heute noch viele Besonderheiten und Anekdoten zur Feldberger Geschichte.
Die idyllisch gelegene Strelitzer Straße, zwischen Haussee-Ufer und Kirchberg war einmal die Promeniermeile Feldbergs und wird es vielleicht wieder werden. Ruhiger ist die Feldberger Umgebung. Sie bietet dem Urlauber zahlreiche »Highlights«: Eine Wanderung am Schmalen Luzin, über den Hauptmannsberg; eine Radtour um den Breiten Luzin oder zu den »Heiligen Hallen« – überall findet man eine pralle Natur, auf deren stille Reize man sich »einlassen« sollte.